Apitherapie

So alt wie die Menschheit ist, so alt ist auch die Beziehung zwischen Mensch und Biene.

Schon in den ältesten Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen der Urvölker wird uns die Biene als Nutztier des Menschen bildlich dargestellt.

Die Biene hat sich in 60 Millionen Jahren nicht verändert, wohl aber Ihr Verhältnis zum Menschen. Früher erfuhren Bienen als wildlebende Insekten Wertschätzung, heute können sie ohne die Pflege des Imkers nicht mehr überleben.

Die Anwendung von Produkten aus dem Bienenstock als Heilmittel ist lange bekannt.

Die Ägypter begannen vor 4000 Jahren, Ihre Pharaonen mit Propolis und Honig gegen die einsetzende Verwesung zu konservieren.

Auch die Begründer der modernen Medizin wie Hippokrates, Galen, Paracelsus, Hildegard von Bingen oder Aristoteles behandelten mit Honig, Propolis und Bienengift.

Mit der Entdeckung des Penicillins und den erfolgreichen Behandlungen damit im 2. Weltkrieg verschwanden nach und nach die Produkte und das Wissen über die Therapiemöglichkeiten mit Bienenprodukten aus den meisten Arztpraxen in Deutschland. Chemische Medikamente nahmen ihren Platz ein. In Ländern wie Russland, Bulgarien, Rumänien, Amerika, Tunesien, Japan und Brasilien wurde an den Bienenprodukten weitergeforscht.

In den letzten Jahren gewann auch in Deutschland die Behandlung mit Bienenprodukten wieder ganz allmählich an Boden.

Die moderne Medizin ist vor allem im Bereich der Infektionen durch resistente Keime und schnelle Mutation von Viren an ihre Grenzen gekommen. Immer aggressivere Desinfektionsmittel und die Weiterführung der bekannten Antibiotika Strategie sowie die Entwicklung neuer Impfstoffe geben wenig Hoffnung auf dauerhaften Erfolg.

Produkte in der Apitherapie sind Honig, Blütenpollen, Propolis, Gelee Royal, Bienengift, Bienenwachs und Drohnenlarven sowie Bienenstockluft.

Die Apitherapie kann als eines der ältesten Naturheilverfahren und gleichzeitig als jüngstes Verfahren der Schulmedizin bezeichnet werden.

Die Anwendungen sollten immer unter Anleitung eines ausgebildeten Experten erfolgen, da es zu allergischen Reaktionen kommen kann.

ubi apis ibi salus - Wo Bienen sind, dort ist auch Gesundheit!